Wer vernetzt die Evaluierungen?

von Biggi, Sandra, Klemens & Gert
Die PPÖ evaluieren sich selbst und das an vielen Ecken und Enden. Aber wer behält die Gesamtübersicht und sichert den "Roten Faden"?
Wer vernetzt die Evaluierungen?

Die PPÖ evaluieren sich selbst und das an allen Ecken und Enden. Die Stufenarbeit, das Einstiegsseminar usw. – viele unserer gewohnten Bereiche werden derzeit einer Betrachtung und Bewertung unterzogen, einer Bewertung hinsichtlich der Ziele, der Qualität, der Aktualität etc.

Evaluierung unserer pädagogischen Konzepte innerhalb von drei Jahren anhand aktueller Studien und der gesellschaftlichen Entwicklung. Anschließende Anpassung bzw. Weiterentwicklung der Konzepte. Für Kontinuität (6-9 Jahre) sorgen.

So lautet das strategische Ziel der PPÖ dazu, welches nach dem Beschluss der Bundestagung 2005 bis zum Jahr 2008 erreicht werden soll. Dieses Ziel ist uns ein Anliegen und wir arbeiten vehement daran, es bis 2008 zu erreichen. Allerdings haben die einzelnen Stufen dabei unterschiedliche Geschwindigkeiten wofür es zahlreiche Gründe gibt:

Die Stufen sind sowohl von ihrer Methodik, ihrem Wesen und ihrer Geschichte sehr unterschiedlich, und diese Unterschiede zeigen sich auch bei den Evaluierungen. Was wird evaluiert, wie intensiv, welche Teilziele werden mit der Evaluierung verfolgt? Das alles sind Aspekte, die je nach Stufe unterschiedlich betrachtet werden. Die Evaluierungen werden ehrenamtlich von den Stufenarbeitskreisen durchgeführt. Die Arbeitskreise sind verschieden groß, die Mitglieder unterschiedlich motiviert bzw. mit Zeitressourcen gesegnet. Die GuSp haben ihre Evaluierung (EVI) bereits abgeschlossen, bevor die Bundestagung dieses Ziel beschlossen hat. Dies war eine wichtige Pionierarbeit im Bereich der Evaluierungen bei den PPÖ. Sie bietet ein großes Lernpotential für die anderen Stufen. Wie funktioniert es nun aber, die verschiedenen Ergebnisse, Erkenntnisse und Idee zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfließen zu lassen?

Wer behält die Gesamtübersicht und sichert den Roten Faden?

Diese Arbeit passiert im Bundesausbildungsteam (BAT). Dieses Team, zu dem alle Bundesbeauftragten der Stufen und für GL plus AssistentInnen gehören, kümmert sich darum, dass die einzelnen Arbeitsschritte zusammen passen und Auswirkungen von Veränderungen auf andere Stufen berücksichtigt und diskutiert werden. Dieses Team ist außerdem mit allen LandesausbildernInnen vernetzt und auch hier werden die Ergebnisse der Evaluierungen besprochen, abgestimmt und Veränderungen koordiniert. Eine andere Vorgehensweise, z.B. eine gemeinsame, zeitgleiche Evaluierung aller Stufen und der GL, ist aus den oben genannten Gründen weder realistisch noch zweckmäßig.

Das operative Ziel der Bundesausbildung zum Thema Evaluierungen, das aus dem oben genannten abgeleitet wurde, macht auch deutlich, welchen Stellenwert die Evaluierungen im BAT haben:

Laufende Evaluierungen des Programms sind ein fixer Bestandteil der Bundesausbildungsarbeit. Die Ergebnisse von Evaluierungen fließen in die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes ein.

Wir arbeiten also laufend an der Verbesserung der Stufenmethoden und Arbeitsformen, versuchen aktuelle Trends der Entwicklungspsychologie sowie die Erfahrungen der Stufen- und GruppenleiterInnen zu berücksichtigen, und somit in "Bewegung" zu bleiben.

Biggi Stockinger-Hofer, Sandra Diwoky, Klemens Gansinger, Gert Hufnagl