Der Joker - Warum er so ist wie er ist
- Für wen ist der JOKER geschrieben?
- Wer hat am JOKER mitgearbeitet?
- Welches Ziel hat der JOKER?
- Warum heißt der JOKER JOKER?
- Warum ist der JOKER so groß?
- Warum ist der JOKER so dick?
- Warum ist der JOKER so aufwendig gestaltet?
- Gibt es Besonderheiten bei den Formulierungen im JOKER?
- Kann man den JOKER einstecken?
- Findest Du nicht auch, daß der JOKER zu teuer ist?
- Warum hat der JOKER so lange gedauert?
Warum ist der JOKER so wie er ist?
Zu einem Interview gehören normalerweise immer 2! In Ermangelung eineR InterviewerIn stelle ich mir selber die brennensten Fragen, die mir zum neuen Kinderbuch für die Guides und Späher-Stufe, dem JOKER einfallen. Die allererste -"Warum ist er violett?" - lasse ich aus.
Für wen ist der JOKER geschrieben?
Der JOKER ist für Guides und Späher geschrieben, also für Kinder von 10 bis 13 Jahren. Wir (= Bundesarbeitskreis für Guides und Späher) haben versucht Inhalt, Formulierungen, Zeichnungen und Layout bewußt an diese Altersstufe anzupassen. Wir hatten keinen Ehrgeiz, daß der JOKER – wie das Unterwegs – das Standardwerk der PPö wird.
Wer hat am JOKER mitgearbeitet?
Mitgearbeitet haben fast alle GuSp–Landesbeauftragten der letzten Jahre. Vor allem der Text des JOKERs ist im GuSp-Bundesarbeitskreis sehr oft und ausführlich diskutiert und überarbeitet worden. Die konkrete Arbeit haben die im Impressum erwähnten Autoren übernommen. Die Zeichnungen sind von Chrisu Jähnl. Das Layout hat Christian Müller gemacht.
Welches Ziel hat der JOKER?
Der JOKER soll die Guides und Späher während ihrer drei Jahre bei den GuSp begleiten. Er soll eine gelungene Mischung aus Lesebuch, Nachschlagewerk und Arbeitsbuch sein. Wir wollten konkrete Querverbindungen zu den Erprobungen (= die Aktivtips) schaffen und immer wieder die Patrulle als Arbeitseinheit und Zentrum der Aktivitäten bei den GuSp hervorheben.
Warum heißt der JOKER JOKER?
Der Unterschied zwischen dem alten "Unterwegs" und dem neuen Kinderbuch wurde vom GuSp-Bundesarbeitskreis als so groß empfunden, daß es sinnvoll erschien, einen neuen Namen zu finden. Die Namensfindung war nicht leicht, aber schlußendlich erfolgreich. JOKER bedeutet nicht nur "SpaßmacherIn", wir sehen den JOKER auch im Sinne der Spielkartei, die überall einsatzfähig ist und immer sticht!
Warum ist der JOKER so groß?
Sabine, die niederösterreichische Landesbeauftragte für GuSp, antwortet auf diese Frage immer: "Wäre der Joker A6, dann wäre er doppelt so dick! Wie schaut das aus, wenn man sich ein Buch mit 500 Seiten in die Hemdtasche stopft?"
Dem GuSp-Bundesarbeitskreis war von Anfang an wichtig, daß die Inhalte des JOKERs kindgerecht, leicht lesbar und locker aufbereitet werden. Auf A6 ist das einfach nicht möglich.
Warum ist der JOKER so dick?
Wir haben versucht möglichst viele Bereiche der GuSp–Stufe abzudecken. Das merkt man vor allem bei den beiden großen Kapiteln "Bereitschaft zum Abenteuer des Lebens" und "Verantwortungsbewußtes Leben in der Gemeinschaft". Letzteres ist übrigens auch eine Zusammenfassung des GuSp-Kinderbuches "Unterwegs mit der Patrulle". Der JOKER ist also auch die Summe seiner beiden Vorgängerbücher "Unterwegs" und "Unterwegs mit der Patrulle".
Warum ist der JOKER so aufwendig gestaltet?
Gundl und Spezl, die "technischen" Zeichnungen, grün als zweite Farbe, der bunte Umschlag und das fetzige Layout sollen die Guides und Späher zum Lesen und Arbeiten anregen. Wir wollten aus dem JOKER nicht nur eine Ansammlung von Texten machen, sondern eine gelungene Mischung aus verschiedenen gestalterischen Elementen anbieten.
Gibt es Besonderheiten bei den Formulierungen im JOKER?
Wir haben versucht, so kindgerecht wie möglich zu formulieren.
Auffallend am JOKER ist vor allem die konsequente "Groß-I-Schreibung". Dem GuSp–Bundesarbeitskreis waren gleichberechtigte Formulierungen wichtig, nach langen überlegungen und Durchsicht verschiedener Studien zu diesem Thema entschied sich das Redaktionsteam schlußendlich für die "Groß-I-Schreibung". Aus heutiger Sicht stellt die "Groß-I-Schreibung" die modernste und zukunftsweisendste Variante dar.
Kann man den JOKER einstecken?
Ja, natürlich! Er paßt in jeden Pfadirucksack!
Außerdem gibt es ja auch noch die CARDS, eine nette und praktische Kleinigkeit im Scheckkartenformat die wir dem JOKER beigelegt haben. Diese passen in jede Hemd– und Hosentasche und sind daher bei jedem Abenteuer im Gelände mit dabei! Auf den CARDS kann man Geheimschriften, eine Morsezeichentabelle, die wichtigsten Kartenzeichen, die Rettungskette und vieles andere mehr finden.
Findest Du nicht auch, daß der JOKER zu teuer ist?
Jein! Vergleichbare Jugendbücher dieser Art (gibt es eigentlich gar nicht, weil der JOKER unvergleichlich ist!) kosten um einiges mehr. Grundsätzlich wäre mir aber ein niedriger Preis viel lieber, und ich hoffe auch, daß wir bei zukünftigen Auflagen die Produktions- und Nebenkosten verringern können bzw. durch Sponsoren (Firmen, Ministerien,...) unterstützt werden.
PS: Sollte ich wichtige Fragen übersehen haben, auf die du gerne eine Antwort hättest, dann schreib einfach an den Bundesverband, ruf an, sende ein email an die Bundespatrulle ... (Andreas Furm, Mitarbeiter im Redaktions- und Autorenteam des JOKERs)
Warum hat der JOKER so lange gedauert?
Die konkreten Arbeiten am JOKER beginnen 1992. Der damalige GuSp–Bundesbeauftragte Werner Pohl nimmt mit einem Autorenteam das Projekt "Neues GuSp-Kinderbuch" in "Angriff". Die Erstellung der einzelnen Kapitel dauert teilweise sehr lange. In den nächsten Jahren werden immer wieder einzelne Kapitel an die Landesbeauftragten zur Durchsicht ausgeteilt. Viele Landesbeauftragte befragen auch auf Tagungen und Treffen ihre FührerInnen und erhalten viele Rückmeldungen. Diese Anregungen werden so weit wie möglich eingearbeitet.
Erst im März 1996 kann der Text und somit der Inhalt des neuen Kinderbuches auf der Bundesausbildungskonferenz im GuSp-Arbeitskreis von den GuSp-Landesbeauftragten beschlossen werden.
Unklare (finanzielle) Kompetenzen und zeitliche Probleme der Verantwortlichen, sowie eine ständige Verbesserungsarbeiten am Text (Rechtschreibfehler, Formulierungen,...) bringen es mit sich, daß erst Ende September 1997 der JOKER als fertige Datei vorliegt. Unglaublich, aber wahr: Bei der Sicherung auf Band wird die Festplatte des Grafikers beschädigt und die Arbeiten am JOKER um einige Wochen zurückgeworfen. Ende November 1997 ist das Layout wieder fertig, und der JOKER kommt in die Druckei.
Einige Kommunikationsschwierigkeiten zwischen der filmemachenden und der druckenden Druckerei bzw. die Tatsache, daß alle Buchbinder vor Weihnachten ausgelastet sind, bringen es mit sich, daß der JOKER erst am Ende des Jahres 1997 fertig ist.

